
Wieder eine Woche vergangen und ich wollte euch ja berichten, wie die ewig - scheinenden Gottesdienste waren... Also hätte nich gedacht, dass sich so lange sitzen und beten echt gut anfühlen kann. Die Prozession an Karfreitag war 3 Stunden lang, was die selbe Zeit war, die Jesus am Kreuz warten musste, in höllischen

Scherzen, bis er dann zu Gunsten der Menschen um 3 Uhr mittags zum letzten mal atmete. Der Gottesdienst, mit einer Menge Gebete gestalltet war sehr eindrücklich und im Nachhinein fand ichs für mich persönlich wichtig dort gewesen zu sein, da hier die Liturgie lebendig wird und man in den Ablauf, des Gottesdienstes hineinwächst. Alle Kreuze und Dinge, die an Jesus erinnern würden, wurden als symbolischer Akt dessen, dass Jesus von der Erde verschwand abgehangen, verhangen oder außer Sichtweite gebracht.

Ostersonntag war aber noch viel toller. Startschuß war gegen 5 Uhr morgens in der alten Kapelle, welche gerade renoviert wird. Nach Gebet und Gesang in himmlisch - halliger Akustik gabs eine Prozession zum Friedhof, am Ende des Klostergeländes, wo wir zusammen mit dem entzündeten

Osterfeuer den Morgen begrüßt haben. Zurück in der temporären Kapelle, gabs einen riesen Krach, da Jesus wieder auferstanden ist. Mit Liedern zum Mittanzen, Trommeln, Gitarren, Andacht von Brother Hugh, Abendmahl und fröhlichen Gesichtern ging es weiter. Das angrenzte Frühstück, auch sehr lecker, wie immer, zusammen mit der freudigen Nachricht von Chantals Schwangerschaft (4. Monat) rundete den Morgen ab.

Robbe hat es auch gut gefallen. Er verlässt dieses wunderbare Fleckchen Erde zwar heute, auf der Suche nach wärmeren Gefilden. Wir hatten ei

ne Abwechslungsreiche und gesegnete Zeit. Ich möchte mich hiermit bei den Deutschen bedanken, die mir Robbe für eine Woche ausgeliehen haben. Ihr habt einem vereinsamten Bruder das Leben verschönert und dabei geholfen, meinen Fokus wieder auf die Zukunft auszurichten.